Petite Camargue Alsacienne

LSVB-Veloausflug am 1. Juli 2017

Bericht verfasst von Pia Kilcher

Für einmal laufen wir nicht sondern steigen auf unsere Zweiräder und besichtigen die herrliche Auenlandschaft vor den Toren unserer Stadt. 20 Teilnehmer meldeten sich für diesen Ausflug, am früheren Samstagmorgen für Läufer ist diese Zeit kein Problem. Bei angenehmen, wieder kühleren Temperaturen nahmen wir den neuen Radweg am Rhein entlang von Novartis Campus nach Weil, Kembs zum Treffpunkt bei der Petite Camargue. Dort empfing uns Mme Hélène Roth, Fachfrau für Naturpädagogik, die uns in die Welt dieser Naturperle einführte.

Wie ist dieses Naturschutzgebiet, welches heute rund 900 Hektaren umfasst, entstanden? Der Rhein floss ab Basel bis Ende 18. Jahrhundert nicht als schnurgerader Strom, wie wir ihn heute kennen sondern in vielen Teilflüssen. Im 19. Jahrhundert wurde der Rhein korrigiert und dadurch entstanden Becken, die von der Gemeinde St.Louis, zur Aufzucht von Lachsen verwendet wurden. Während den beiden Weltkriegen wurden die Schleusen und Elektrizitätswerke gebaut und die Wasserkraft genutzt. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, begann auch die Umweltverschmutzung und die Lachszüchtung musste eingestellt werden.

20 Jahre später fand ein Umdenken statt und das Auengebiet wurde zu einem Naturschutzgebiet. Seit 2006 werden Altarme des Rhein ausgebaggert und durch periodische Überschwemmungen, wird das Moor- und Auengebiet wieder belebt mit Libellenarten, Fröschen, Schnecken, Schmetterlinge, Käfer, Fischen.

Heute ist die Petite Camargue Alsacienne ein Mosaik aus Sumpf, Schilf, Altrheinarmen, Feuchtwiesen, Trockenrasen, Mähwiesen, Auwäldern, Grundwasserquellen und genutzten Ackerbauflächen. Auf den Rundgängen können all diese reizvollen Naturschönheiten entdeckt werden. Die Region gilt auch als wertvolles Brutvogelgebiet und eine Beobachtung zur früher Stunde würde sich sicher lohnen, einmal den Stimmen von Nachtigallen zu lauschen, ein nächstes Projekt für uns LSVBler.

Nach der Exkursion radelten wir nach Huninge, wo wir chez Madar Joon, afghanische Küche genossen.

Alle Bilder vom Ausflug findest du hier.

Kommentar hinterlassen

UA-51550176-1