Trailrunning-Kurs

Bericht verfasst von Ursula Bindert

Trailrunning-Kurs mit Fränzi Gissler / Samstag, 6. Mai 2017

Nachdem es nahezu alle geschafft haben, den Startpunkt zu finden, konnten wir bei tatsächlich trail-gerechtem Wetter (eine bunte Vielfalt zwischen Sonne und Regentropfen) mit dem Trail Training mit Fränzi Gissler beginnen. Dabei habe ich wieder einmal mehr die Vielfalt und das Ausmasse des Allschwiler Walds bewundert und wenn ich allein hätte heimfinden müssen… – es wäre wohl Nacht geworden. Gut kennt sich Fränzi dort so perfekt aus ;-)!

Fränzi hat quasi jedes Körperteil und jedes Gelenk, das man zum Laufen braucht oder gebrauchen sollte, einzeln ‚abgehandelt‘, um uns die Vorteile von deren Beweglichkeit klarzumachen, um uns zu zeigen, wie man dies & das optimieren kann und wie alles zusammenspielt. Wir haben viel von verschiedenen Tieren, wie Hunden, Pferden und Kängurus zum Beispiel mitgenommen, haben uns an die Bewegungsvielfalt unserer Kindheit erinnert und waren immer wieder damit beschäftigt, mit dem Fussballen unter den grossen Zehen imaginäre Cherrytomaten zu zertreten (der Allschwiler Wald ist nun voll davon ;-)).

Von unten nach oben:

  • locker wie ein Gummiball hüpfen – das kommt aus dem Fussgelenk, aber die Rumpfstabilität muss das unterstützen: also in der Hüfte stabil bleiben!
  • kleine agile Schritte, auf dem Vorfuss: das lässt uns leicht und dynamisch den Berg hochkommen; grosse Schritte machen nur schwerfällig und kosten Kraft, aber bringen uns nicht effizient auf längeren Strecken bergauf
  • mit dem ganzen Körper nach rechts und links ausweichen, eher hüpfend als starr, dann kann man sich dem Gelände anpassen
  • als Übung für die Fussgelenksstabilität erinnern wir uns an den Einbeinstand, auch mit geschlossenen Augen, bewegen das andere Bein und versuchen, auf liegenden Baumstämmen, auf die Zehenspitzen und runter zu wippen
  • die Arme unterstützen das Laufen, indem wir den Unterarm locker halten und auf einen kräftigen Rückstoss achten (gleich ausprobiert: das hilft auch beim Strassenwettkampf ;-))!), aber die Arme auch immer für die Balance parat haben
  • und nein, mit starren Armen, hochgezogenen Schultern oder laschem, weichem Becken kommt man im Gelände ganz sicher nicht voran!
  • Auch bergab machen wir kontrollierte, kleine Schritte und können so Hindernissen und Unebenheiten locker ausweichen
  • Und der Kopf, die Augen sind nicht starr auf den Boden fixiert, sondern wir lernen den Weg zu fühlen, mit dem Blick eher nach vorne, in die Landschaft gerichtet (so sieht man auch viel mehr und verpasst die vielen kleinen Wunder der Natur nicht!)

Und natürlich gibt uns Fränzi viele weitere Tipps und Tricks:

  •  zum Umgang mit Stöcken (Einsatz bergauf und bergab, beim Tragen, wenn man sie nicht braucht, welche für wen praktisch sind, etc…)
  • zur Auswahl der Schuhe (mit welchen hat man am ehesten trockene Füsse, wann ist das eher erforderlich…)
  • der Kleidung
  • dem Rucksack
  • und wie es Spass macht, die Natur zu sehen, riechen, fühlen, spüren und geniessen!

Dann, nach 2 1/2 kurzweiligen Stunden sind wir wieder ganz trocken, geistig erfrischt und glücklich am Parkplatz angekommen. Es hat sich rentiert, diesen Samstag etwas früher aufzustehen! Danke Fränzi und Dank an den LSVB, der den Kurs gesponsert hat!

1 Comments

  1. Super Bericht -danke – genau so war’s

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