Trainingslager Giverola

Bericht verfasst von Sven Oser

Internationales LSVB Trainingslager in Giverola

Am Montag dem 20.03. um 8.30 Uhr früh, trafen sich 7 Laufbegeisterte, die meisten sich schon bekannt aus dem Lauftraining des LSVBs, in der Schalterhalle des Euroairports Basels. Von aussen betrachtet, eine bunt zusammengewürfelte Truppe, unterschiedlichen Alters und wie wir später herausfinden sollten unterschiedlicher Herkunft und Charakters, allen gemeinsam die Laufbegeisterung und der grosse Wille, durch knallhartes Training die Frühjahreslaufform zu optimieren.

Nach einem komfortablen Flug und einer anderthalb stündigen Busfahrt trafen wir gegen Mittag im Giverola Resort, ein Apartment Hotel für sportliche Gäste, ein.
Nach kurzem Zimmerbezug fand ein erstes lockeres Lauftraining entlang der hügeligen Strasse zur Burg von Tossa de Mar und wieder zurück statt. Bei dieser Gelegenheit und später auch beim Nachtessen, vom riesigen Buffet mit feinsten Speisen, begannen wir uns auch ausserhalb des gemeinsamen Hobbies, dem Laufen, besser kennen zu lernen.

Der zweite Tag begann in aller Frühe, um das leichte Training vor dem Morgenessen absolvieren zu können. Nach einer Siesta, die meisten verbrachten diese mit Aktivitäten wie Volleyball und/oder Fussballbilliard, (nur wenige mit Regeneration), folgte die erste harte Trainingseinheit, ein Intervall-Training von jeweils einem Kilometer mit 10! Wiederholungen in kupiertem Gelände, von den schnellsten in einer beeindruckenden Geschwindigkeit von weit unter 4min pro Kilometer absolviert.

Der Dritte Tag stand mehr im Zeichen der Ausdauer, mit vor dem Frühstück absolviertem Joggen über 60 Minuten, einer «kleinen» Velotour über Mittag (immerhin 2 Stunden und 30 Minuten) und einer weiteren Runde Joggen über 60 Minuten vor dem Nachtessen. So wurden an einem Tag beachtliche 77 Trainingskilometer absolviert. Das Geleistete wurde jeweils im Rahmen des Nachtessens diskutiert, analysiert, aber am Wichtigsten, mittels STRAVA, in einen internationalen Kontext gesetzt. Nach gezielten, aber um die Fairness zu bewahren, als notwendig empfundenen Anpassungen, konnten so einige Segmentrekorde erzielt werden. Nicht weniger interessant gestaltete sich der Austausch über das Leben ausserhalb des Sports. Dieser ergab ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe aber auch unterschiedliche nationale Ursprünge. Die Teilnehmer stammten aus Italien, Spanien, England, ja sogar aus Süd Afrika und natürlich auch der Schweiz. Insgesamt also eine internationale Truppe. Einzige weibliche Teilnehmerin war Sandrine Abgottspon, bezüglich Leistung und Ausdauer den männlichen Teilnehmern meistens einen Schritt voraus.

Weiter ging es am 4. Tag, dem Donnerstag. Ein erneutes Intervalltraining, dieses Mal mit einer verkürzten Intervalllänge von anderthalb Minuten, sollte die Spritzigkeit im Lauf gefördert werden. Nach 20 Wiederholungen jeweils am Limit und darüber, in der heissen Sonne, wiederum kupiertem Gelände und den schon geleisteten Kilometern in den Beinen, fühlten wir uns dann aber eher weniger spritzig, sondern einfach etwas kaputt, aber mit dem guten Gefühl einer gewinnbringenden Trainingseinheit.

Hinter vom Büffet mit leckeren Speisen vollgefülltem Teller wurde beim Nachtessen weiter angeregt diskutiert und sich ausgetauscht, es stellte sich langsam eine Vertrautheit ein, vergleichbar mit der Gruppendynamik auch beim Lauftraining, welche eine gesunde kompetitive Note hatte in einer lockeren, freundlichen und gemütlichen Atmosphäre.

Am Freitag, ein trüber, regnerischer Tag, war der Trainingsfleiss der Laufgruppe, trotz den widrigen Umständen ungebrochen. Kurzerhand wurde der geplante Long-Jog durch den sehr flexiblen, die Athleten individuell und anhand ihres Leistungsvermögens bestens betreuende Trainer Manuel Jonasch, indoor im Rahmen einer Spinning-Einheit absolviert. Für einzelne Teilnehmer die erste Spinning-Einheit überhaupt und eine willkommene Abwechslung zur Laufbelastung. Lediglich die poppig-rockige Musik, verlangte einige Minuten der Eingewöhnung. Zusätzlich und angespornt vom nassen Wetter, wurde der Nachmittag zum Schwimmtraining genutzt.

Am Samstag, dem vorletzten Tag, wiederum bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen, stand ein 10km Dauerlauf auf dem Programm. Einmal mehr zeigte die Gruppe eine eindrückliche Motivation mit individuell hervorragenden Zeiten, trotz der unglaublichen Anzahl durchgeführter Trainingseinheiten und absolvierten Kilometern zu Fuss, auf dem Rad und im Wasser.

Am Abend traf man sich vor dem abschliessenden Abendessen, zum Apéro bei einem Glas Gin und resümierte eine Woche mit harten, sehr intensiven und gut organisierten Trainings, sehr gutem Essen vom reichhaltigen Büffet, mit auch mal gerne einem oder zwei Teller mehr als der Hunger oder der tägliche Kalorienbedarf es vorgab, in einer Gruppe Laufbegeisterten, welche sich im Verlauf dieser 5 Tage nicht nur läuferisch, sondern auch im Allgemeinen gut verstanden und so von Lauffreunden zu befreundeten Läufern wurden.

Am Tag der Abreise, am 26.3.2017 wurde nochmals locker und individuell auf dem Fahrrad oder zu Fuss trainiert bevor es dann mit dem Bus und anschliessend mit dem Flugzeug zurück nach Basel ging, wo man sich am Sonntagabend um ca. 22 Uhr in den Alltag des Lebens verabschiedete.

Bilder vom Trainingslager

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