Quer durch die Schweiz – Tag 3

Bericht verfasst von Kurt Bieri

Heute stand das Emmental im Fokus unserer Reise nach Zermatt. Ausgangspunkt ist Burgdorf – das Tor zum Emmental – der Ort an dem wir vor 4 Wochen unsere zweite Etappe beendeten. Für mich persönlich ist „Burdlef“, wie es hier genannt wird, ein Highlight, denn da bin ich aufgewachsen und viele Erinnerungen wurden wieder geweckt. Besonders als wir durch die Altstadt unterhalb vom Schloss vorbei rannten, kamen mir die „Solätte“ (Solanität) in den Sinn, ein Schulfest bei dem die Schüler mit Blumenbögen und Blumenkörben durch die Stadt ziehen und anschliessend auf der Schützenmatte einen Reigen veranstalten.

Unser Reigen ging nach der Stadtbesichtigung direkt an der Emme entlang nach Goldbach, wo heute Beat für die Verpflegung sorgte. Er hatte alles dabei, um die bevorstehenden Hügeln des Emmentals zu meistern.

Durch urchige und ländliche Bauernhöfe gehts hoch zum Aspiegg, wo eine Traumkulisse über das Emmental wartete.

Schritt für Schritt geht es durch Wald und Feld. Vor einigen
Wochen lag da noch Schnee, heute säumten bunte Blumen die Wanderwege.

Schon fast in Trance geht es an einem indischen Tempel nach Biglen runter.
Kilometer 21 und der nächste Tankstopp ist nötig. Der Tankwart Beat ist an vereinbarter Stelle mit Wasser, Cola, Rivella und Bier präsent. Danach folgt der Abschnitt entlang der Strasse über Grosshöchstetten bis nach Konolfingen. Pause nach 27 Kilometer. Gerade als wir wieder los wollten, kamen die letzen Läufer beim Freibad an. Mit Johannes und Sebastian konnte ich die letzen 15 Kilometer unter die Füsse nehmen. Nach der Hälfte, wusste ich, dass ich die alternative flache Strecke nach Thun nehme. Die anderen beiden haben sich für das wunderschöne Tal hoch nach Steffisburg entschieden. Wie Sebastian mir in Thun berichtete, haben die beiden auf den letzten 4 Kilometer noch mal richtig Tempo gemacht. Dies konnte ich nicht, da das Knie nicht so wollte wie ich es gern gehabt hätte. Das positive aber bleibt: Es war ein wunderbarer Lauf durch das traumhafte Emmental mit Freunden und als Belohnung bzw. Erinnerung gab es ein Burgdorfer „Ämme“ Bier.

1 Comments

  1. Schön war’s, und super organisiert!
    Übrigens, man kann auch mitlaufen, wenn man nicht die ganze Strecke (rund 2x 40km) rennen kann. Das Begleitfahrzeug kann dich bei jedem Verpflegungsposten auf- oder abladen. Und das Ämme-Bier gab’s trotzdem für mich, wuuuunderbar.

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