Marathon Mann

Verfasst von Christoph Daniel Maier

Unzählige Laufberichte aus der Feder von „Dätti“ haben wir genossen. Beim Lesen seiner Beschreibungen mitgelitten und oft gelacht. Der letzte Bericht über den Lissabon Marathon erschien erst kürzlich. Die anstehende Hauptnachricht fand darin (noch) keinerlei Erwähnung:

Andy, unser Marathon Mann, hat beim Überschreiten der Ziellinie am Swiss City Marathon in Luzern die 42,195 Kilometer zum hundertfünfzigsten (ja das muss man Ausschreiben) an einem Laufanlass bestritten.

Genau genommen:

  • nur 124 x 42,195
  • und 26 x > 42.195
  • gibt 6971.605 Kilometer
  • oder 107,728 km Höhendifferenz

Die unzähligen Trainingsläufe über diese und längere Distanzen sind dabei noch gar nicht mitgezählt.

Ja, Andy sammelt Marathons wie andere Leute insgeheim Briefmarken in ein Album kleben. Er sammelt die Marathons nur für sich und ohne dies an die grosse Glocke zu hängen, nicht einmal auf unserer homepage findet man die Aufzählung der Teilnahmen. Andy behält seine Rekorde für sich, ja er versteckt sie geradezu und nur in einem Nebensatz rutschte es ihm letzte Woche raus, dass der Luzerner ja jetzt ein Jubiläum ist.

Irgendwo ist er dann doch da, der Stolz auf diese Leistung. Hundertfünfzig mal die Strecke bewältigen, welche manche Mediziner als physiologisch unserem menschlichen Körperbau unangemessen lange bezeichnen. Ist das unmenschlich? Nein, wenn man Andy kennt dann kommt er ganz locker daher, keine Anstrengung trübt seine Gesichtszüge…

Eindeutig, deutlich, deut- und erkennbar: keine Anstrengung – so sieht der immer aus! Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich: Wie sieht der denn erst aus, wenn er sich anzustrengen gedenkt?

… und die Ausrüstung könnte auch ein Sonntagsspaziergänger tragen: total Freizeit und wenig „function“. Geht ja auch so und sieht einfach cool aus. Tja, einen Makel hat das noble Understatement von Andy schon: Bilder gibt’s keine und so müsst ihr euch bei diesem Bericht halt das Bild vom Andy vorstellen und euch mit dem Bild seines härzigen Supporters begnügen.

Christoph Daniel Maier

[Anmerkung Jan Kunz: Lieber Christoph, das mit den Bildern konnte ich natürlich nicht so durchgehen lassen. Im Archiv bin ich fündig geworden, es gibt also durchaus Beweise seiner Läufe, die ich euch nicht vorenthalten möchte…]

Andy am Basel City Marathon 2006

8-tung: Läufergruppe-Matzendorf-T-Shirt! Der Kollege war damals auch da Mitglied und sogar im Vorstand. Zudem passt das Weiss besser zum Rot vom Höschen als LSVB-Blau. Insofern können wir das Bild noch knapp durchgehen lassen.

Andy am Bienwald Marathon 2008

[Anmerkung Nico Schönichen: Ich habe auch noch eins: Rom 2010 versuchte er als Italiener getarnt der Kamera zu entwischen.]

3 Comments

  1. Bravo Andy. Eine innere Achtungstellung für deine Leistungen die ihresgleichen suchen. Ich bin beeindruckt !

  2. Gratulation, das ist eine respektable Leistung!

    • Sowas war noch nicht da: Auf MEINER Webseite einen Bericht ohne mein Wissen aufzuschalten!
      8-tung: Jan, Christoph eure Füsse sind nicht so dünn, wie das Eis wo ihr drauf steht.
      Zurechtrückung:
      Zu meinen LSVB-Anfängen – da ich war gut – liefen ich gegen Mehmet Polatli Marathon im 3-Stunden-Bereich. Nur er war damals so alt wie ich heute. Und er lief mehr Marathons wie ich oder jeder andere im LSVB. Unterdessen zwei künstliche Kniegelenke und letzte Woche – leck mich doch am Arsch – Mehmet rannte beim Luzern Halb-Marathon.

      Des Weiteren: Ex-LSVB-Mitglied Michi Misteli lief u.a. 6-Days (6 Tage laufen so weit man kommt), 12 und 24 Stünder, für ihn waren 100-Kilomerterläufe schon eher Erholung. Wie für Martin Wagen, er gewann „The run across America“ (San Fransisco – New York). Er lief von Bari ans Nordkap und von Lissabon nach Moskau (alles Läufe über 2 ½ Monate mit täglich 70 bis 90 Kilometer – da bist du abends so müde, dass du nicht mehr weisst warum).

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