Lukas Oldani gewinnt in Rheinfelden mit Bestzeit

Die Siegerehrung beim Halben: Lukas war der Schnellste

Sehr zufrieden war Lukas nicht, als er vergangene Woche im Training Mühe hatte, seine vorgegebene Pace für den Marathon über 15 Kilometer zu laufen. Aber das gehört zu einer Marathonvorbereitung auf hohem Niveau dazu, da ist halt nicht alles Zuckerschlecken und schon gar nicht lockeres Kilometerabspulen in Wunschzeiten. Das weiss Luki natürlich auch und gerade deshalb nahm er sich vor, in Rheinfelden seine eigene Bestzeit über die Halbmarathondistanz anzugreifen. Etwas Anderes kam für ihn auch gar nicht in Frage, schliesslich muss man bei seinen Zielen nach Vorne denken, gleiche Zeiten laufen wie schon einmal ist da eher ein Dämpfer für die Motivation.

Nervosität vor dem Start, ein gutes Zeichen

Nervosität vor dem Start, ein gutes Zeichen

Der Halbe in Rheinfelden war für ihn eine willkommene Standortbestimmung auf dem Weg zum Zürich Marathon Anfang April. Die Strecke ist flach und wenn das Wetter nicht gerade in die Extreme geht, sind sehr aussagekräftige Zeiten laufbar. Und das Wetter stimmte heute, es regnete zwar einige Minuten sogar ziemlich stark, aber die Temperaturen waren optimal und vor allem hielt sich der Wind stark zurück, was in Rheinfelden besonders wichtig ist, da die Strecke zum grössten Teil über ausgesetzte Felder verläuft.

Als Luki kurz vor dem Start seine Laufuhr mit der Tastensperre blockierte und mit Mühe wieder befreite, war das ein Zeichen, dass er doch ziemlich nervös war, und das war wiederum gut, denn zeigte es doch, dass er mit voller Motivation den 21.1 Kilometern entgegenfieberte.

Um Punkt 11 erfolgte schliesslich der Start an der Envolvente des Europa-Stadions in Rheinfelden, entgegengesetzt zur normalen Bahn-Laufrichtung. Vom Start weg setzte sich Luki an die Spitze und nach einer Runde im Stadion, diese musste zuerst absolviert werden, hatte er bereits gut 100 Meter Vorsprung. 4 Runden waren von nun an ausserhalb des Stadions durch das Ackerland zwischen Rheinfelden und Herten zu absolvieren, 2 kürzere, ungefähr 4 Kilometer lang, und zwei längere mit gut 6 Kilometern pro Runde.

Vom Start weg setzte sich Lukas an die Spitze und gab sie nicht mehr ab

Vom Start weg setzte sich Lukas an die Spitze und gab sie nicht mehr ab

Nach der erste Runde kam Luki erwartungsgemäss als Erster am Stadion vorbei, sein Vorsprung war allerdings nicht so gross wie erwartet. Thomas Klingenberger, gerade mal ein Jahr jünger als Lukas, hatte sich dem LSVB-Topläufer an die Fersen geheftet. Der Vorsprung von Lukas betrug gut 80 Meter, also einholbar, vor allem standen ja noch 17 Kilometer auf dem Programm.

Luki hielt den Vorsprung zu Klingenberger konstant

Luki hielt den Vorsprung zu Klingenberger konstant

Erneut war die kleine Runde absolviert, da kam Lukas zum zweiten Mal am Stadion vorbei, aber es blieb alles gleich, Thomas Klingenberger blieb dran. Die beiden liefen dabei einen Kilometerschnitt von ungefähr 3:19 min pro Kilometer. Als die dritte Runde für die beiden Spitzenläufer beendet war, kam Lukas erneut direkt hinter dem Führungsvelo am Stadion vorbei, aber Klingenberger blieb hartnäckig mit einem Abstand von 80 Metern am schnellsten LSVBler dran. Der Gesamtsieg war für Luki natürlich noch lange nicht in trockenen Tüchern. Die letzte Runde musste die Entscheidung bringen.

Um 12:09 kündigte der Stadionsprecher schliesslich Lukas als führenden Läufer an, nicht nur das, er hatte seinen Vorsprung auch noch etwas ausbauen können. Seinem zweiten Gesamtsieg in Folge beim Halben in Rheinfelden stand nichts mehr im Wege. Aber das war für ihn nicht das Wichtigste, bedeutender war die Zeit, und da konnte er mehr als zufrieden sein, als er über die Ziellinie im Europa-Stadion lief: 1:10:14, Bestzeit!

29 Sekunden verbesserte er sich auf den 21.1 Kilometern, ein doch bedeutender Sprung, vor allem unter dem Aspekt, dass er die Distanz alleine laufen musste. Jetzt sollte er doch zuversichtlich in Richtung Zürich blicken können. Es wäre ihm zu wünschen, diesen Erfolg von Rheinfelden in der Limmat-Stadt bei der Königs-Disziplin in einen Erfolg umzumünzen. Drücken wir ihm kräftig die Daumen! Lass es krachen Luki!

PS: Es folgt ein weiterer Bericht mit weiteren LSVB-Erfolgen in nächster Zeit

Die Siegerehrung beim Halben: Lukas war der Schnellste

Die Siegerehrung beim Halben: Lukas war der Schnellste

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