Lebhafte Geschichte des LSVB: Bericht vom 5. Läufertreffen

Ein Bericht von Andi Tschannen

Als Präsident des LSVB erhalte ich so manche E-Mails , Briefe und Werbeblättli mit allerlei Hinweisen, Bitten, Anregungen usw. Unter den vielen Nachrichten fand ich denn auch die die Einladung von Hans Meli, ein LSVB-Gründungsmitglied und ehemaliger Techn. Leiter, zum 5. Läufertreffen der ehemaligen Waffenläufer für den 4. Mai 2013. Zuerst dachte ich, was soll ich denn da? Ich kenne ja sowieso niemanden. Andererseits könnte es ja aber auch interessant sein, mal ein paar Stimmen aus den Anfangszeiten des LSVB (resp. des Sportvereins Basel resp. der Wehrsportgruppe) zu hören.

waffenlaeufer

Also habe ich mich zu Apéro und Cordon Bleu im Bahnhöfli angemeldet. Zu meinem Erstaunen fanden sich nicht nur ein paar versprengte Ehemalige zum Treffen ein, sondern 30 Herren im besten Alter und mit bester Laune. Kaum standen die ersten Eintreffenden zusammen, gings denn auch schon los mit den Geschichten von früher. Man erzählte von sportlichen Leistungen und von einer Leistungsdichte im Verein, die heute seinesgleichen sucht. Vor allem bei den Waffenläufen war man denn mit Material (zuerst Militärschuhe, danach Waffenlaufschuhe) unterwegs, das heute wohl als unzumutbar qualifiziert würde. Auch musste in der Uniform gelaufen werden resp. im Tenue Blau. Wer in der Schweiz Militärdienst geleistet hat, weiss wie unbequem und „saugfähig“ dieser alte Filz war. Von Funktionswäsche konnte da noch nicht gesprochen werden. Bei Waffenläufen im Ausland war zudem immer eine spezielle Organisation gefragt, da man mit der Militärkluft ja nicht einfach in ein anderes Land einmarschieren konnte. Das wäre vom Ausland allenfalls als feindlicher Akt gewertet worden. Man wäre wohl im Militärgefängnis gelandet und nicht auf der Laufstrecke. Auch bei hochsommerlicher Hitze hatte man – je nach zugeteiltem „militärischem Reiseführer“ – denn auch mit korrekt sitzendem Tenue ins Ziel einzulaufen. Manch einer der ehemaligen Waffenläufer ärgert sich noch heute über solche Regeln. Trotz all dieser Strapazen sind einzelne LSVB-Mitglieder zum Teil mehrere hundert Waffenläufe gelaufen. Josy Demund brachte es auf über 300! Da ich als jüngster der Runde nicht allzu viel über Waffenläufe zu berichten hatte und ich mit meinen im Vergleich dürftigen sportlichen Leistungen gar nicht erst hinter dem Busch vorrücken wollte, machte ich mich noch etwas nützlich: Einerseits wollte das Riesen-Cordon Bleu verputzt werden und andererseits wollte ich den Anlass mit ein paar Fotos auch festhalten. Folgende Bilder sind ein Ausschnitt dieses fröhlichen Treffens. Um 11 Uhr war Beginn. Als ich die Runde um 14 Uhr verlassen musste, waren die meisten noch am Erzählen. Die Freude am gemeinsam erlebten war auch nach den vielen Jahren, die seit den letzten absolvierten Wettkämpfen inzwischen verstrichen sind, noch riesengross. Das sieht man an den Gesichtern. In diesem Sinn wünsche weiterhin viel Lebensfreude und gute Gesundheit.

Andi Tschannen

Bilder vom Treffen gibt es hier

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