Interview mit Heiri Emmenegger

Portrait Heiri Emmenegger Portrait Heiri Emmenegger

Heiri erzählt

Wie er zum Laufen kam
Im Jahre 1970 kam ich berufshalber nach Basel. Bei meinem Arbeitgeber Sandoz betrieb ich 4 Jahre lang Firmensport, welcher sich Männerturnen nannte, und bei dem ausschliesslich Fussball gespielt wurde. Nach einer Diskushernieoperation war der rechte Fuss seitlich nicht mehr stabilisiert, was natürlich das Ende für’s „Tschutte“ bedeutete.

Wie er zum heutigen LSVB kam
Drei Jahre später kam ich 1977 zum damaligen Wehrsport-Verein und zwar durch Hans Meier, einem Kollegen aus dem Luzernischen. Es folgten zwei sehr intensive Jahre, welche auch beachtliche Resultate erbrachten.

  • März 1977 25km Biel 1 Std. 52 Min.
  • Mai 1977 mein 1. Marathon in Biel 3 Std. 43 Min.
  • Juni 1977 100km Biel 13 Std. 20 Min.
  • Oktober 1977 mein 2. Marathon in Basel 3 Std. 31 Min.

Da die Beschwerden des rechten Fusses immer schlimmer wurden, musste ich mich 1977 einer zweiten Diskushernieoperation unterziehen. Danach hatte ich im rechten Bein kein Gefühl mehr, bin aber trotzdem bis 1986 unregelmässig gelaufen. Als ich mich mit der Situation des gefühllosen Beins arrangiert hatte, trainierte ich wieder regelmässig, was sich positiv in den Wettkampfzeiten äusserte.

Von seinen speziellen Erlebnissen im Verein
Es gibt einige spezielle Erlebnisse. In diesem Sommer z.B. war ich an den Sommerlauftagen mit dabei, zwar nicht als Läufer, sondern mit dem Bike. An den Basler Marathon- Tagen bin ich jeweils mit meiner Familie an einem Verpflegungsposten. Ein weiteres spezielles Ereignis, das ich nennen möchte, ist die Damengruppen-Bildung vor ca. 20 Jahren (1985).Meine Frau Annemarie ist seit Anfang dabei. Im Besonderen erinnere ich mich an die zweitägigen Vereinsausflüge, welche früher stattfanden. Zusammen unternahmen wir Bergtouren oder Wanderungen. Auch die gemeinsame Trainingslager in Bräunlingen machten mir Freude. Von den Herrentrainingslager in Ettenheim blieben mir vor allem das allabendliche Jassen, Diskussionen, aber auch die Kollegschaft, die für mich auch heute noch von grosser Bedeutung sind. Was wäre der LSVB ohne die jährlichen Klausbummel im Schnee, im Regen, oder sogar bei schönem Wetter?

Von seinen sportlichen Höhenpunkten
Ich habe schon an vielen Läufen teilgenommen, wobei die Jahre 1977 und 1978 (siehe oben) die intensivsten waren.

  • 25km Biel 3 x
  • GP Frick 3 x
  • Chrischonalauf 6 x
  • Kerzerslauf 3 x
  • Murten-Freiburg 5 x
  • Augst-Raurica 5 x
  • Gempenlauf 6 x
  • Stadtlauf 5 x
  • Klausenlauf 8 x
  • Greifensee 6 x
  • Birslauf 10 x
  • GP – Bern 10 x (ist für mich jeweils ein Familien-Event, da meistens alle Emmeneggers Annemarie – Kurt – Doris – Sandra -teilnehmen)
  • Lausanner- Halbmarathon
  • Hallwilerseelauf
  • Pfingstlauf Wohlen
  • Eisenbahnerlauf
  • Lengnau 18km
  • 3-Länderlauf 6 x
  • und andere „Grümpu-Läufli“

Ueber seine Motivation fürs Training
Das Betreuen der AnfängerInnen macht mir grossen Spass. Im LSVB fand bereits fünfmal ein Anfängerkurs statt, mit grossem Erfolg. Es liegt mir sehr viel daran, die „Neuen“ zu begeistern und zu motivieren für die Bewegung, damit sie regelmässig etwas für die Gesundheit tun. Auch das Stadtlauftraining Birsfelden leite ich sehr gerne. Zudem wirkt es auf mich sehr motivierend, wenn die Leute Freude am Laufen bekommen.

Ueber seine Ziele
Momentan habe ich aufgrund meines Beinproblems keine Pläne, an Wettkämpfen teilzunehmen. Daher habe ich bei meinen Lauftempo einen Gang runter geschaltet.

Ueber das Vereinsheft und Internet
Ich finde beides eine Supersache. Für das Vereinsheft, welches unbedingt beibeha lten werden sollte, möchte ich Hanspeter Lüdin ein Kompliment machen. Auch der Internetauftritt ist sehr gut, vor allem weil er immer aktuell ist und eine gute Informationsquelle für Neue und Laufinteressierte bietet.

Ueber seine Meinung zum Vorstand
Momentan ist alles ein wenig im Umbruch. Ich wünsche mir, dass sich Leute finden werden, die die verschiedenen Aufgaben weiterführen. Es wäre schade und sicher nicht im Interesse des Vereins, wenn es daran scheitern würde. Im meinen Augen ist das Vereinsleben momentan gut, das zeigt sich auch dadurch, dass pro Training durchschnittlich 30 bis 40 Personen teilnehmen.

Von seinen Hobbies Biken
Ich mache sehr gerne Bike-Touren. Dieses Jahr habe ich mit Annemarie – unter anderem -bestritten: das Jura-Brevet, (75 km), Ironbike Brittnau (80 km) und den Baselbieter Bike-Challenge (kurz, 109km) Ich singe einmal pro Woche in einem Kirchenchor. Das mache ich seit 13 Jahren. Alle ein bis zwei Monate haben wir einen Auftritt, wo wir versuchen unser Bestes zu geben. Seit 11-12 Jahren verbringe ich auch einige Zeit mit Malen. Es sind vor allem Blumen und Landschaften die ich als Aquarelle darstelle. Auch Musik gehört zu meinen Hobbies. Früher musizierte ich mit der Klarinette in der Feldmusik, heute spiele ich ab und zu noch für mich daheim.

Von seinen Erfahrungen mit den Interviews
Die Idee dieser Rubrik entstand zu jener Zeit, als die Männer und Frauen noch separat trainierten. Um die Vereinsmitglieder einander näherzubringen, begann ich mit diesen Interviews. Das habe ich nun 4–5 Jahre mit Freude gemacht, nun aber habe ich den Eindruck, dass Zeit für eine Veränderung, sprich einen Wechsel, ist. Bei den Befragungen waren meine Interviewpartner jeweils offen; es gab keine Probleme. Teilweise war ich erstaunt, über die anderen unbekannten Seiten der LäuferInnen. Gab es Absagen, habe ich diese respektiert. Ueber Rückmeldungen der Leser habe ich mich stets gefreut. Ich bin damit einverstanden, dass diese Rubrik auf Colette’s Wunsch vorläufig weiter Heiri’s Seite heisst.

Heiri – vielen Dank für das Interview Colette

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