Interview mit Elsbeth Suter Schwarzbarth

Portrait Elsbeth Suter Portrait Elsbeth Suter

Wie kamst Du zum LSVB?
Elsbeth: Mein Beitritt zum LSVB hat einen Zusammenhang mit meinem Arbeitsplatz. Und zwar hat sich das folgendermassen abgespielt: in Basel existiert für Mittel- und Oberstufenschüler der Waldlauf Lange Erle. Als dieses Ereignis das zehnjährige Jubiläum feierte, war der Turninspektor von Basel der Meinung, dass alle Mitarbeitenden von schulärztlichen Dienst an diesem Lauf teilnehmen sollten. „Ok, das machen wir!“ fand unser Team. Nun ging es darum zu trainieren. Eine Arbeitskollegin –Doris Schenk- schlug vor, beim LSVB zu trainieren. Doris war Mitglied, aber schon seit Jahren nicht mehr aktiv. So bin ich im Sommer 94 zum Verein gestossen, habe trainiert und dann selbstverständlich den Waldlauf Lange Erle bestritten.

Worin besteht für Dich der Reiz des Laufens?
Elsbeth: Als ich mit Laufen begonnen habe, war ich überrascht, dass ich überhaupt solange laufen kann. Vorher konnte ich mit Laufen nicht viel anfangen. Die Fortschritte, die ich wahrnahm, motivierten mich weiterzumachen. Heute reizt mich am Laufen das Abschalten, das Draussensein und diese Sportart überhaupt Auszuführen.

Du sagst, dass Du beim Laufen abschalten kannst. Was geht Dir denn dabei durch den Kopf?
Elsbeth: Oh, alles Mögliche….Wenn ich alleine unterwegs bin, ist das Abschalten wie ein Durchlüften des Kopfes, auf eine Art ein „meditatives Runterkommen“. Wer das auch schon erlebt hat, weiss wovon Du sprichst 🙂 !

Wie Sieht Deine Trainingsgestaltung aus?
Elsbeth: Trainingsgestaltung (lacht), im Moment nicht viel… Aber Du bist jeden Donnerstag (zumindest an denen ich auch anwesend bin) im Training, übernimmst das Einturnen und leitest eine Gruppe.

Das ist doch auch eine Leistung, oder?
Elsbeth: Nun ja, seit etwa drei Jahren mache ich nicht mehr an Läufen mit, und mache allgemein weniger. Begonnen hat das im Jahr 2000, als ich aufgrund eines Velo-Unfalls nicht mehr trainieren konnte. Danach habe ich den Einsteig nicht wiedergefunden, zudem hatte ich auch ein wenig genug von Wettkämpfen. Das Trainieren war ein Muss, weil ich jeweils gut vorbereitet an einen Lauf wollte. Das Ziel war immer, nach dem Lauf nicht leiden zu müssen. Deshalb trainiere ich heute nach Lust und Laune, sicher aber regelmässig am Donnerstag. Ich trainiere auch gerne für mich selber, meist am Wochenende.

Führst Du Buch darüber? So eine Art Lauftagebuch?
Elsbeth: Nein ich führe kein Lauftagebuch mehr, früher habe ich das gemacht.

Welches sind Deine sportlichen Höhepunkte?
Elsbeth: Ein sportlicher Höhepunkt war für mich sicher, als ich zum ersten Mal die Marathondistanz gelaufen bin, das war im Trainingslager in Bräunlingen. Höhepunkte sind für mich eher gute und eindrückliche Erlebnisse, nicht unbedingt Bestzeiten. Dazu gehören auch z.B. das Iron-Bike-Race in Einsiedeln oder der Duathlon in Zunzgen, den ich mit dem Bike bestritt, weil ich noch kein Rennvelo hatte! Eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse, und auch eine sportliche Herausforderung, war die Durchquerung der Sinai-Wüste mit dem Bike, zusammen mit Beat. Ein bisschen stolz bin ich aber schon auf meine Zeiten am Engadiner- Frauenlauf, die ich ja mit sehr wenig Schneetraining, gegenüber den „Einheimischen“, erreiche!

Trainingslager in Bräunlingen, Du gibst mir das Stichwort für die nächste Frage: Welches sind für Dich die speziellen Ereignisse im Verein?
Elsbeth: Dazu gehört, wie bereits erwähnt, das Trainingslager in Bräunlingen, aber auch eine Marathonreise nach Hamburg. Lässig finde ich auch gemeinsame Erlebnisse wie die Sommerlauftage. Als tolles Erlebnis wird mir auch der Swiss Alpine in Davos in Erinnerung bleiben. Wir waren eine kleine Gruppe LSVB-ler und haben uns auf dem Scalettapass zufällig getroffen. Den Swiss Alpine finde ich die tollste Laufveranstaltung. Wenn ich wieder einen Marathon laufe, dann sicher wieder in Davos!

Heisst das, dass Du Pläne für einen Marthon hast?
Elsbeth (grinst): Also ich schliesse es nicht aus, wieder einen Marathon zu machen. Man sagt, dass man mit 50 New York macht.

Ja, wirklich?! Wäre das ein Fernziel von Dir?
Elsbeth: Eigentlich mag ich coupierte Strecken lieber, als Stadtmarathons. Also wenn, würde ich doch eher einen Lauf in den Bergen bevorzugen.

Nun eine Frage zum Verein: Welche drei Punkte sollte der LSVB unbedingt weiterführen?
Elsbeth (überlegt): Es sollte weiterhin ein Trainingsangebot für Gesundheitssportler, welche nicht dieselben Ambitionen haben wie z.B. Langstreckenläufer, angeboten werden. Ich finde es toll, wenn alle Stärkeklassen – auch Anfänger – abgedeckt werden. Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Laufen, wie z.B. die Sommerlauftage sollten beibehalten werden. Die Gymnastik vor dem Laufen sollte Bestandteil des Trainings sein. Ich finde es wichtig, dass man sich nicht nur in einer Art bewegt.

Welche drei Punkte sind verbesserungswürdig oder gar überflüssig?
Elsbeth: Es wäre toll, wenn auch im Donnerstagstraining wieder verschiedene Sachen, wie beispielsweise Intervalltrainings angeboten würden. Meiner Meinung nach würde dies das Training für Personen, welche nur am Donnerstag kommen, aufwerten. Im Weiteren wird es ja jetzt sicher einige neue Impulse geben; ich bin da sehr zuversichtlich.

Was ist Deine Meinung zum Heft und zum Internet? Was benützt Du persönlich mehr? Braucht es das Heft noch?
Elsbeth: Also das Internet finde ich supertoll. Der Internetauftritt vom LSVB ist immer aktuell, man kann immer schnell nachschauen. Das Heft finde ich trotzdem auch gut. Man sollte es beibehalten – so wie bisher, sechs Ausgaben jährlich, denn nicht alle haben Internetzugang. Ich persönlich benutze das Internet öfter, aber sobald ich das Heft erhalten habe, schaue ich es durch. Oft sehe ich im Internet was es für Berichte hat, und dann lese ich diese im Heft.

Was hast Du noch für Hobbies?
Elsbeth: Langlauf! Langlauf ist für mich ist die tollste Sportart!

Machst Du das schon lange? Wie bist Du dazu gekommen?
Elsbeth: Zum Langlaufen bin ich eigentlich gekommen, weil mir das Skifahren gestunken hat. Denn das mache ich schon seit ich vier Jahre alt bin, es kam nichts mehr Neues dazu.

Was ist mit Snowboarden oder Carving?
Elsbeth: Ja, das habe ich auch ausprobiert. Snöben fand ich lässig. Carven ist auch toll. Aber Langlauf, also Skaten, das hat mich gepackt. Faszinierend finde ich die Technik. Wenn man die saubere Technik beherrscht, kann man praktisch ohne Kraftaufwand Gleiten – wenigstens im flachen Gelände!

Bestreitest Du auch Wettkämpe auf den Brettern?
Elsbeth: Ja, ich nehme regelmässig am Engadiner-Frauenlauf teil. Eine Woche vor dem „richtigen“ Engadiner Skimarathon findet der Frauenlauf statt. Er misst 17km und führt auf der Marthonstrecke von Samaden bis ins Ziel in S-chanf. Bis jetzt habe ich an jedem mitgemacht, dieses Jahr wird es der 5. Frauenlauf sein.

Nun ist ja „Langläuflen“ von der Jahreszeit abhängig. Was machst Du sonst noch?
Elsbeth: Im Sommer bin ich oft auf zwei Rädern unterwegs. Zum einen bike ich, man kommt weit, sieht viel und kann viel erleben. Zum anderen fahre ich Rennvelo, das finde ich auch lässig. Gerade in unserer Gegend kann man abends ein schönes „Tüürli“ unternehmen. Wenn wir ein paar zusammen auf der Strasse unterwegs sind, geniesse ich es „z‘ windschättele“. Ein weiteres Hobby, das im Moment aus Zeitgründen leider eingeschlafen ist, ist das Massieren. Sobald es die Zeit wieder zulässt, möchte ich gerne wieder damit anfangen. Ich habe eine Ausbildung in klassischer – und Sport-Massage. Weiter habe ich eine WBA – Ausbildung gemacht, das heisst Wirbelsäule-Basis-Ausgleich. Das ist eine spezielle Therapiemethode, welche aus einem energetischen Teil (Meridianmassage) und einem manuellen Teil besteht, bei welchem mit Hilfe eines speziellen Kissens die Wirbelsäule durch Schwingung therapiert wird. Es ist sehr angenehm und nicht schmerzhaft.

Du hast ja auch noch Haus und Garten. Als Hobby?
Elsbeth (lacht): Tja, Haus und Garten ist nicht immer Hobby. Aber Gartenarbeit macht mir schon Spass.

Elsbeth, vielen Dank für das Interview.

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