Führung Voltabräu

VOLTABRÄU – noch nie gehört?

Bericht verfasst von Markus Borer

Wir auch nicht, deshalb sind wir am 17.11.17 hingegangen und haben uns das angesehen. Voltabräu ist eine Draftbrauerei und gehört dem Hotel Krafft. Das selbstgebraute Bier erhält man im gleichnamigen Hotel, in der Weinbar Consum, in der Nomad Bar und eben im Restaurant Voltabräu. Der Name kommt wohl von der exclusiven Lage an der Voltastrasse, nahe dem Voltaplatz. In einer ehemaligen Werkhalle der IWB hat man sich eingerichtet. Mehrere Braukessel, eine lange Bar und viele Tische, eine moderne Eventbeiz eben.

Nach einer Probestange hat uns Max „seine“ Brauanlage gezeigt und uns die Bierherstellung erklärt. Probieren durften wir Biere in unterschiedlichem Gärungszustand. Ein erst zwei Tage altes Bier wurde aus unserer Reihe als keusch bezeichnet, wohl weil es mehr nach Getreide als nach Bier und Alkohol schmeckte. Ursprüngliches Bier war ja ohne Hopfen und deshalb auch eher eine nahrhafte Suppe. Dem viertägigen Ale gaben wir gerne noch etwa drei Wochen bis man es trinken kann. Noch eine Woche länger braucht das Lager. Es heißt übrigens nicht Lager weil es länger im Keller der Brauerei lagert, sondern weil es eine Woche länger gärt.

Was also länger gärt wird blonder, ein Schelm wer an etwas anderes als an Bier denkt! Draftbrauerei bedeutet auch Vielfalt, deshalb gibt es zur Zeit sechs verschiedene Voltabiere. In Zukunft will man noch ein Sauerbier mit Apfelwein herstellen. Solch typisch belgisches Bier gibt es übrigens mit Alkoholgehalt bis zu 15%. Das kommt davon, dass die Spirituosen früher in Belgien verboten waren – im Leben gibt es immer einen Weg! In sechs Gärtanks produziert Voltabräu 700 Hektoliter im Jahr und füllt dies in 50l Fässer ab. Eine Flaschenabfüllanlage ist in Planung.

Nach der Führung ging es zurück zum Apéro, ein paar Häppchen waren gerade gut angebracht. Nach weiteren Bierverköstigungen grillten wir draussen unsere Spiesse selbst und bekamen diese drinnen ergänzt mit Salat und baked potatoes, also ganz im heutigen Eventstil. Etwas nach 22Uhr löste sich dann die doch eher ungewohnt kleine Gruppe gut gelaunt auf. Mit Lauffreunden ein paar Feierabendbiere zu trinken hat auch einmal etwas Gutes. Ich selbst habe für mich auch die Erkenntnis mitgenommen, wie „schön blond“ entsteht…

1 Comments

  1. Gratuliere zu diesem informativen,umfassenden und originellen Bericht. Er ist auch für Nichtteilnehmer gut lesbar und zeigt auf, dass sich Kollegialität auch ausserhalb des Vereinsbetriebes leben lässt. Auf weitere solche Events.
    Reini (bin als gebürtiger Berner mit dem Kommentar etwas spät daran. Schuld daran ist, dass mein Passwort plötzlich nicht mehr funktionierte!)

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