Depesche vom Aarelauf VI

On the road again: Den Thunersee rechter Hand laufen wir heute nach Interlaken, um da die Aare zu queren und – jetzt der Brienzersee zur Linken – bis nach Meiringen zu rennen. Wer nachmisst sollte gegen 56 Kilometer zusammen bekommen. Und wer mit dem Thermometer misst 26 Grad Celsius. Da werden wir wohl mal in den See hüpfen können, sollen oder müssen.

Übrigens: Markus Borer wohnt an der Strecke in Gunten und wollte ein kurzes Stück (10 – 17 Kilometer) mitlaufen. Am Schluss hatte er alle 56 Kilometer auf dem Tacho – hat sich halt leicht verschätzt, aber die Strecke war halt geil.

Die grosse Pause machten wir an der malerischen Bucht von Iseltwald, gegenüber vom Schloss Seeburg. Erst mal ins Wasser, uns glühte die Rübe vom Laufen. Das half, die Wassertemperatur entsprach 3 Zentimetern. Aber wirklich romantisch ist es hier und mir fällt Goethe ein: „Ein Mädchen und ein Gläschen Wein kurieren alle Not; und wer nicht trinkt und wer nicht küsst, der ist so gut wie tot!“ Schön wär’s, aber wir müssen ja noch ein schönes Stück weiter joggen.

So arg schlimm ist das auch wieder nicht, die weltbekannten Giessbachfälle liegen an unserem Weg. 14 Wasserfälle mit einer gesamten Höhendifferenz von 500 Metern sind es. Und der Kollege fängt schon an abzuheben.

So spektakulär wie die Fälle ist das altehrwürdige Hotel. Kein Witz, dieses Etablissement sollte vor irgend welchen 20, 30 Jahren abgerissen werden.

Via Flugplatz Meiringen, kommt dann mal Meiringen ins Sicht. In Meiringen kommt das Hotel Victoria in Sicht. Auf der Terrasse vom Victoria kommt wohlverdientes Bier in Sicht, denn wer nicht trinkt und wer nicht küsst, der ist so gut wie tod! Wobei, letzteres geht gerade nicht. Weil Graziella ist die Aarerun-Team-Masseuse und knetet gerade die anderen durch, derweil ich beim Bier den Bericht schreibe, weil wer nicht trinkt ist so gut wie tod!

Hier geht’s zu den Bildern dieser Reise.

2 Comments

  1. Danke Beat und Danke Pia 🙂

  2. Die Strecke war nur dank Beat zu schaffen, der zuverlässig alle 8-9 Kilometer mit einem Verpflegungsposten bereitstand und uns physisch, wie psychisch für die nächste Etappe wieder auf Vordermann brachte. So geht das! Beat – Dangge vielmol!!

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