Basler Stadtlauf

35. Stadtlauf – So war’s für mich

Bericht verfasst von Melanie Voser

Und dieses Jahr laufe ich einen 5km Lauf. Neujahrsvorsatz war beschlossene Sache. Ich jogge nun seit ungefähr 5 Jahren mehr oder weniger regelmässig, naja eher unregelmässig. Ich konnte bereits einige kleine Erfolge feiern, zum Beispiel gehe ich regelmässig draussen joggen und es machte mir tatsächlich Spass. Aber immer wieder machte ich Winter- oder Sommerpausen, aus denen ich nur schwer wieder raus kam. Dieses Jahr nicht! 2017 wird besser! Und wie macht man das? Indem man sich ein Ziel setzt und Geld dafür ausgibt. Ich recherchierte einige Läufe in meiner Umgebung und entschied, dass es für einen Marathon oder auch „nur“ ein Halbmarathon noch zu früh sei. Aber 5 Kilometer, dass könnte ich noch schaffen.

Also meldete ich mich Ende August beim Stadtlauf an. Ich war voller Zuversicht, den Lauf unter 30 Minuten zu schaffen. Schliesslich war ich mal in der Lage gewesen diese Zeit am Stück zu joggen und ich hatte mehr wie 5 km geschafft. Ich meldete mich auch gleich fürs Vorbereitungstraining an, etwas Motivation würde wohl nicht schaden. Wie recht ich hatte. Der Plan war, mich alleine in den sechs Wochen vorzubereiten, bevor ich dann mit dem offiziellen Vorbereitungstraining beginnen würde. Ich hatte mich informiert und mir einen Plan ausgedruckt, mit Herzfequenz und Dauerläufen und allem. Am Anfang folgte ich meinem Plan locker, aber immer öfter kamen Arbeit und private Ereignisse in die Quere und schlussendlich hörte ich ganz auf mit meinem eigenen Training.

Am 10. Oktober 2017, einem Dienstag, war das erste Stadtlauf-Training, aber ohne mich. Das erste musste ich schon aussetzen. Wie sollte das bloss werden? Aber am Donnerstag, da war ich dann dabei. Noch völlig von mir überzeugt, gab ich ein Interview, in dem ich angab, den Lauf unter 30 Minuten laufen zu können. Bereits das erste Training lehrte mich eines besseren. Gott sei Dank. Ich musste feststellen, dass es Spuren hinterlassen hatte, nicht alleine trainiert zu haben. In der Woche darauf schloss ich mich der Gruppe „Tolles Erlebnis“ (geführt von Rolf Tschudi) an und das war eine sehr gute Entscheidung.

Das Laufen machte meist vor allem Spass und war nur an zweiter Stelle anstrengend. Wir verbesserten uns und ich lernte neue interessante Menschen kennen. Durch die Gruppe war ich motiviert genug, mir wenigstens ein Mal die Woche die Zeit zu nehmen und zum Joggen zu kommen. Je länger je mehr fand ich wieder Gefallen am Laufen. Ich traf viele sehr nette Menschen, mit denen ich mindestens eine Sache gemeinsam hatte, den Stadtlauf. Und die Freude, oder besser den Willen zum Joggen. Und plötzlich waren die sieben Wochen Vorbereitung vorbei. Plötzlich gab man uns sehr gute Tipps und Tricks, wie wir den Lauf überleben sollten. Ich wurde doch etwas nervös. Aber ein gutes nervös, eines das mich die Tipps auch merken liess. Ich tat mich mit einer Kollegin zusammen. Sie brauchte mich, um sich nicht hinreissen zu lassen und ich brauchte sie, um nicht zu langsam zu werden. Und wir hatten Spass. Naja, unter anderem.

Klar, das Stück vor der Wettsteinbrücke und die Brücke selbst sind anstrengend, aber hey, ohne Fleiss kein Preis. Es hat Spass gemacht in einer grossen Gruppe durch die wunderschön beleuchtete Stadt zu joggen, die ich so sehr liebe. Und auf dem letzten Stück gab ich noch mal alles. In voller Geschwindigkeit rannte ich durchs Ziel. Es war getan! Ich hatte 39 Minuten und 27,2 Sekunden wie mir Datasport später mitteilte. Aber vor allem hatte ich es durchgezogen, vom Beschluss im Januar, über das nicht vollzogene Training im August, über das sehr motivierende Training von Ende Oktober bis gestern. Und den Lauf selbst. Ich hätte aussteigen können, aber ich bin es nicht und schon alleine darauf bin ich stolz.

Ich hatte das Training begonnen mit Fokus auf den Stadtlauf, aber ich knüpfte viele Kontakte und fand genau die Gruppe von Menschen, mit denen ich auch in Zukunft ein oder zwei Mal die Woche joggen möchte. Darum habe ich dieses Jahr nicht nur einen 5 Kilometer Lauf geschafft, sondern bin auch dem Laufsportverein Basel beigetreten und kann es jeder und jedem der darüber nachdenkt nur herzlichst empfehlen. Am Stadtlauf mitzumachen war 2017 eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Und 2018, am 24. November, ist der nächste Basler Stadtlauf und ich werde dabei sein.

2 Comments

  1. Hallo Melanie, deine Zeilen zu lesen hat mir sehr viel Freude gemacht. Danke!
    Gut, dass du im LSVB auf Gleichgesinnte getroffen bist. Wünsche dir schöne Erfolge und Freude in der Gruppe.

    Bitte, sag mir jemand, ist der Name ‚Tolles Erlebnis‘ unser neuer Slogan für das Stadtlauftraining?
    Hat Rolf den kreiert?
    Liebe Grüsse kommen von Anne Masberg

  2. Herzliche Gratulation zum Stadtlauf!!
    Danke für den tollen Bericht und noch besser, dass du nun Mitglied bist! Das ist eine gute Entscheidung- dann bis bald und gute Erholung!
    Sandrine

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